Ultraleichtfliegen

Ultraleicht Fliegen

Das Ultraleichtfliegen begann in Deutschland in den späten 70er Jahren. Es hat seinen Ursprung in der Idee einiger flugbegeisterter Pioniere, die Freiheit des motorisierten Fliegens unkompliziert und auf einfachste Weise zu genießen. Dazu statteten sie zunächst Hängegleiter (Drachen) mit leichten 2-Takt-Motoren aus, danach kam ein dreirädriges Fahrwerk dazu - das Trike war geboren.

Nach der Gründung des Deutschen Ultraleichtflugverband e. V. (DULV) im Jahre 1982 gelang es bereits 1983, das Ultraleichtfliegen in Deutschland zu legalisieren.

Seit 1994 sind Ultraleichtflugzeuge zulassungspflichtig, das heißt sie unterliegen einer offiziellen Zulassungs- und Prüfungsordnung, ähnlich wie sie in der "großen" Luffahrt üblich ist, außerdem sind bestimmte Wartungsintervalle vorgeschrieben. Per gesetzlicher Definition sind Ultraleichtflugzeuge motorisierte Luftsportgeräte mit bis zu zwei Sitzplätzen und einem maximalen Abfluggewicht (MTOW) von 450 kg. Verfügt das UL über ein zugelassenes Rettungssystem, so erhöht sich das maximale Abfluggewicht auf 472,5 kg. Das maximale Abfluggewicht des Tragschraubers ist im Jahre 2013 von 450 kg auf 560 kg erhöht worden.

Ausgenommen von der Muster- und Verkehrszulassungspflicht sind die so genannten Leichten Luftsportgeräte (LL) - ULs bis 120 kg Leermasse (inkl. Gurtzeug und Rettung). An die Stelle der Zulassung tritt eine Musterprüfung. Lizenzen für diese leichten Luftsportgeräte werden unbefristet erteilt und für die Erteilung ist kein Tauglichkeitszeugnis erforderlich.

In Deutschland sind derzeit zwei Verbände vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) beauftragt, Muster- und Verkehrszulassungen, Stückprüfungen und Jahresnachprüfungen von Ultraleichtflugzeugen durchzuführen, vergleichbar mit DEKRA und TÜV bei Kraftfahrzeugen. Dies sind der DULV (Deutscher Ultraleichtflugverband e. V.) und der DAeC (Deutscher Aero Club e. V.). Sie sind außerdem mit der Ausbildung, also der Lizenzierung von Flugschulen und Piloten beauftragt.

Aufgrund der neu gewonnen Freiheit und der wesentlich geringeren Kosten gegenüber der herkömmlichen Motor-Sportfliegerei, begann sehr schnell die Weiterentwicklung zu modernen Luftfahrzeugen. Im herkömmlichen Markt der Sportfliegerei sind die Entwicklungsschritte aufgrund von hohen Kosten und damit begrenzter Nachfrage, teuren Zulassungsverfahren und Monopolen der Hersteller sehr langsam, die Technik befindet sich zum Teil noch auf dem Stand der vierziger Jahre. Der Sektor der UL-Fliegerei brachte dagegen Luftfahrzeuge auf den Markt, die ihre Vorbilder bei weitem übertreffen. Modernste Komposit-Bauweisen und Motorentechnik sind das Ergebnis.

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